Liebe Leserin und Leser,

„Wir können nicht nicht kommunizieren“. Das hat der österreichische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick festgestellt. „Jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten. Und genauso, wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“

Auch wer schweigt, kommuniziert. Und wer nicht hinhört und nicht hinsieht, ist trotzdem dabei.

Deshalb blogge ich. Und deshalb freue ich mich über jeden Kommentar. Aktive Kommunikation ist allemal besser als aktives Schweigen.

Schauen sie hin, werden Sie laut, mischen Sie sich ein. Unsere Demokratie braucht den Dialog. Das beweist die menschenverachtende Tat von Hanau.

Herzlichst,

Ihr Peter Gläser

blog4ROK

Der Text der Startseite von September 2019 bis Februar 2020 lautete:

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit 18.April 2019 ist mein Blog für Rockenhausen online. Direkter Anlass für den Start war das Finale der Plakatschlacht im Kommunalwahlkampf. „Der Mai ist gekommen“, so begann damals die Startseite und so war es bis jetzt auch immer noch zu lesen. Höchste Zeit also, wie mir ein treuer Leser mit Recht ans Herz legte, die Startseite zu aktualisieren.

Allerdings waren auf der Seite auch die Gründe zu lesen, die mich zum Bloggen veranlasst hatten. Da ich diese Gründe Neulesern*innen nicht vorenthalten möchte, habe ich den Inhalt der ersten Startseite zum Nachlesen ganz am Ende der Beitragsliste archiviert. (Sie finden sie auch über die Suchfunktion, z.B. Mai eingeben.)

Vom Leserbrief zum Blog

Die eigentliche Idee zum Blog ist aber schon älter. Im Oktober 2016 war ich im Programm unserer Kreisvolkshochschule auf die Ankündigung eines Schnupperkurses zum Thema „bloggen“ gestoßen. Ich buchte. Gemeinsam mit Silbersurfern und jungen Leuten tauchte ich ein wenig in das neue Medium ein. Der Blog-Name ergab sich aus meiner Motivation, er ist selbsterklärend, er wurde dann auch Programm.

Trotzdem schrieb ich nach dem Schnupperkurs erst mal wieder (wie üblich) Leserbriefe, wenn ich auf Widersprüchlichkeiten, auf Unausgegorenes und Unüberlegtes, auf Erfreuliches und Erhellendes, auf Empörendes oder Vergessenes bei der täglichen Rheinpfalz-Lektüre und/oder dem Besuch der Sitzungen von städtischen Gremien stieß. Erfreulich: Meine Leserbriefe wurden immer sehr positiv aufgenommen und von allen Seiten erhielt ich ein aufmunterndes Feedback. Natürlich gab es auch Kritik, die kam aber fast ausschließlich „hintenherum“ oder auch schon mal in Form von anonymen Briefen. Ansonsten werde ich bis heute immer wieder mit der Frage begrüßt, wann denn „der Nächste“ kommt.

Diese Frage bekomme ich zwar auch jetzt noch gestellt, aber Inzwischen bezieht sie sich auf den nächsten Blog-Beitrag. Denn dem Treiben als Leserbriefschreiber sind ja logischerweise durch die redaktionellen Gepflogenheiten jeder Zeitung enge Grenzen gesetzt. Keine Zeitung will Gefahr laufen, Sprachrohr des immer gleichen Lesers zu sein. Im Wahlgetümmel gab es aber natürlich besonders viele gute Gründe, die Dinge nicht einfach nur hinzunehmen, sondern sie auf ihren Gehalt hin zu hinterfragen. Der Blog ging online.

Ein herzliches Dankeschön und ein Wunsch

Bis heute (Stand 14. September 2019) habe ich rund 60 Beiträge eingestellt, die Sie, liebe Leserinnen und Leser, das belegen über 30.000 Seitenaufrufe, auch interessiert gelesen haben. Für Ihr Interesse spricht auch die mittlere Verweildauer von knapp 4 Minuten je Seite. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich bei Ihnen, eine schönere Anerkennung kann man eigentlich nicht bekommen.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Kommentarfunktion stärker beansprucht wird. Gleich wie der Kommentar (nicht der Shitstorm) ausfällt, er ist doch immer auch ein Beleg für das breite Spektrum von Meinungen. Und unsere Demokratie lebt aus der Vielfalt. Sie ist es also, die wir im Auge behalten müssen, den eigenen Dunstkreis kennt man ja sowieso zur Genüge.

In diesem Sinne grüße ich Sie wie immer hoffnungsfroh,

Ihr Peter Gläser

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Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit.

– Willy Brandt